CDU Stadtverband Walldorf

80 Jahre CDU Wiesloch

Jubiläum mit politischen Impulsen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken

Die CDU Wiesloch feierte ihr 80-jähriges Bestehen mit einer gut besuchten Jubiläumsveranstaltung im Sandgold Clubhaus & Restaurant. Rund 80 Gäste aus Wiesloch und den umliegenden Gemeinden nahmen teil, darunter die CDU-Vorstandsmitglieder Dr. Clemens Kriesel und Agim Berisha sowie die Landtagsabgeordnete Christiane Staab MdL. Neben dem Rückblick auf acht Jahrzehnte politischer Arbeit standen aktuelle gesundheitspolitische Themen und der persönliche Austausch im Mittelpunkt des Abends.

Agim Berisha, Christiane Staab (MdL), Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Dr. Clemens Kriesel, Michael Wanner (Stadtverbandsvorsitzender CDU Wiesloch)Agim Berisha, Christiane Staab (MdL), Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Dr. Clemens Kriesel, Michael Wanner (Stadtverbandsvorsitzender CDU Wiesloch)

Rückblick auf acht Jahrzehnte CDU Wiesloch

Zu Beginn der Veranstaltung blickte der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Wiesloch, Klaus Pfaff, auf die Gründung der CDU nach dem Zweiten Weltkrieg und die Entwicklung des Ortsverbandes in den vergangenen 80 Jahren zurück. Er würdigte das Engagement der Mitglieder, die sich über Jahrzehnte hinweg für Demokratie, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt haben.

In ihrer anschließenden Festrede betonte Landtagsabgeordnete Christiane Staab, wie wichtig es ist, für seine Überzeugungen einzustehen und Haltung zu zeigen. Dieses Selbstverständnis prägt die Arbeit der CDU Wiesloch seit ihrer Gründung und wurde von den Mitgliedern über Generationen hinweg gelebt.

Im Rahmen des Festakts wurden auch langjährige Mitglieder der CDU Wiesloch für ihr Engagement geehrt und für ihre jahrzehntelange Verbundenheit mit der Partei ausgezeichnet.


Gesundheitspolitik aus erster Hand

Im Anschluss sprach die Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken MdB, über aktuelle Herausforderungen und Reformansätze im deutschen Gesundheitswesen. Sie spannte dabei einen weiten Bogen über verschiedene Themenfelder und machte deutlich, dass es keine einfachen Lösungen gibt, sondern sorgfältig abgewogene Entscheidungen notwendig sind.

In der anschließenden Fragerunde wurden unter anderem medizinische Versorgungszentren, die Situation der Apotheken vor Ort, die Vielzahl der Krankenkassen, Fragen der Finanzierung des Gesundheitssystems sowie der Fachkräftemangel in Medizin und Pflege angesprochen. Warken beantwortete alle Fragen differenziert und machte deutlich, dass an diesen Themen mit Bedacht und zum Wohle der Menschen gearbeitet wird.


Digitalisierung und Bürokratieabbau

Ein zentrales Thema war der Bürokratieabbau im Gesundheitswesen. Nina Warken betonte, dass Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz künftig helfen können, Abläufe zu vereinfachen und Verwaltungskosten zu senken. Aus dem Publikum wurde angeregt, digitale Lösungen stärker zu bündeln und einen zentralen, einfach zu bedienenden Zugang für alle Beteiligten zu schaffen. Dieser Einschätzung stimmte die Ministerin ausdrücklich zu.

Auch die Vielzahl der Krankenkassen und die damit verbundenen administrativen Aufwände wurden angesprochen. Eine moderate Reduzierung könne sinnvoll sein, sei jedoch nicht die alleinige Lösung für die bestehenden Herausforderungen.


Gerechtigkeit, Versorgung und Fachkräfte

Deutlich benannt wurden auch Fragen der Gerechtigkeit im System, etwa mit Blick auf Leistungen für Bürgergeldempfänger und Asylsuchende. Es wird in der Gesellschaft als ungerecht empfunden, dass diese Leistungen derzeit von der Versichertengemeinschaft getragen werden. Warken teilte diese Einschätzung und erklärte, dass sie sich für eine Finanzierung aus Steuermitteln einsetzt. Die Anreize müssen so gesetzt werden, dass weniger Personen in die Sozialsysteme und mehr in Arbeit kommen.

Beim Thema Apotheken sagte sie Unterstützung für die wohnortnahe Versorgung zu. Neue europäische Rahmenbedingungen ermöglichten es, Versandapotheken stärker zu regulieren. Zur Gewinnung von Ärzten und Pflegekräften verwies sie auf die Bedeutung besserer Arbeitsbedingungen und darauf, dass Pflegeberufe heute bereits besser vergütet würden als früher, auch wenn weiterhin Handlungsbedarf bestehe.


Zuversichtlicher Abschluss

Die Gäste verfolgten die Diskussionen interessiert und kritisch, zeigten sich am Ende jedoch zuversichtlich. Deutlich wurde, dass die angesprochenen Herausforderungen ernst genommen und mit Augenmaß angegangen werden. Die Jubiläumsveranstaltung endete mit einem Dank an die Referentin sowie mit vielen Gesprächen in geselliger Atmosphäre.