Schulbericht 2026
Auch der Schulbericht zeigt eine insgesamt erfreuliche Entwicklung, macht aber gleichzeitig deutlich, vor welchen Aufgaben unsere Schulen stehen. Die Schulbezirke wurden im vergangenen Schuljahr angepasst. Die aktuellen Anmeldezahlen zeigen nun eine sehr ausgeglichene Verteilung. Das ist eine positive Entwicklung und zeigt, dass die vorgenommenen Anpassungen Wirkung entfalten.
Bei der Grundschulförderklasse gab es ebenfalls eine Veränderung. Sie ist mit dem Schuljahr 2025/26 ausgelaufen und wird nun als Juniorenklasse weitergeführt. Derzeit entscheiden noch die Eltern über den Besuch. Ab dem Schuljahr 2028/29 soll der Besuch verpflichtend werden, wenn die zuständige Schulleitung dies für notwendig erachtet.
Auch bei der Werkrealschule hat sich die Struktur verändert: Der Abschluss wurde abgeschafft. Umso erfreulicher ist es, dass die Anmeldezahlen dennoch stabil geblieben sind. Das zeigt, dass das Angebot und der Schulstandort weiterhin nachgefragt werden.
Hervorheben möchte ich, dass unsere Waldschule in das Startchancen-Programm aufgenommen wurde. Dazu nochmals herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Chance!
Mit dem Programm eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten, in zeitgemäße und förderliche Lernumgebungen zu investieren. Dazu kommen ein Chancenbudget für bedarfsgerechte Lösungen in der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie zusätzliche Möglichkeiten, multiprofessionelle Teams personell zu stärken. Das ist eine große Chance für die Schule und vor allem für die Schülerinnen und Schüler. Ich hoffe sehr, dass die zusätzlichen Möglichkeiten nachhaltig genutzt werden können und dadurch die Lern- und Entwicklungsbedingungen an der Waldschule weiter verbessert werden.
Auch der Umbau der Waldschule schreitet voran. Natürlich bringt eine so große Baumaßnahme während des laufenden Schulbetriebs immer wieder zu Einschränkungen und organisatorische Herausforderungen mit sich. Manche Lehrer der Schillerschule können noch ein Lied davon singen. Dennoch sind wir überzeugt, dass sich die Anstrengungen am Ende lohnen werden. Entscheidend ist, dass Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Personal nach Abschluss der Arbeiten eine moderne, zeitgemäße und attraktive „neue Waldschule“ vorfinden werden. Darauf sollten sich alle freuen und manchmal über Schottersteinchen und neue Laufwege hinwegsehen. Das Ziel ist greifbar und wird sicherlich toll. Also durchhalten, es bemühen sich Alle um so wenig Einschränkungen wie möglich. Versprochen!
Bei Realschule und Gymnasium sind die Anmeldezahlen ebenfalls stabil. Derzeit liegt am Schulzentrum ein besonderer Schwerpunkt auf dem Thema Brandschutz und dem damit verbundenen notwendigen Containerbau. Nach derzeitigem Stand wird diese Übergangslösung voraussichtlich für die nächsten sechs bis acht Jahre benötigt.
Für diese schwierige Situation wurde durch den Gemeinderat eine gute Lösung beschlossen. Auch hier gilt: Eine solche Übergangssituation ist sicher nicht das, was man sich für einen Schulstandort wünscht. Gleichzeitig müssen wir aber dafür sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler und das Personal während der notwendigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen gute Bedingungen vorfinden. Wir sind sicher ,Alle beteiligten geben ihr Bestes.
Das Projekt KÜM an Realschule und Gymnasium wird weiterhin gut angenommen. Durch Beratung und individuelle Unterstützung gelingt es, viele Schülerinnen und Schüler auf ihrem weiteren Weg zu begleiten – sei es in eine Ausbildung, in ein FSJ oder an eine weiterführende Schule.
Besonders wertvoll ist dabei, dass auch Schülerinnen und Schüler, die eine Klasse wiederholen müssen, Unterstützung bekommen. Gerade in solchen Situationen ist es wichtig, den Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen und ihnen zu vermitteln, dass ein Umweg nicht das Ende ihres Bildungsweges bedeutet.
Auch die Schulsozialarbeit wurde durch eine Erhöhung des Stundenumfangs gestärkt. Dass dieser Bedarf gestiegen ist und entsprechend reagiert wurde, halte ich
für sehr wichtig. Die Investition in Schulsozialarbeit ist letztlich eine Investition in das Wohlergehen unserer Kinder und Jugendlichen und damit auch in ein gutes Miteinander an unseren Schulen.
Fazit
Die Kindergartenbedarfsplanung und der Schulbericht 2026 zeigen insgesamt ein differenziertes Bild.
Wir können auf vieles stolz sein: auf stabile Anmeldezahlen, eine ausgeglichene Verteilung nach der Anpassung der Schulbezirke, die Aufnahme der Waldschule in das Startchancen-Programm, die erfolgreiche Arbeit von KÜM, die Stärkung der Schulsozialarbeit und nicht zuletzt auf das Bemühen, Familien bei der Kinderbetreuung verlässlich zu unterstützen.
Gleichzeitig dürfen wir die bestehenden Herausforderungen nicht aus dem Blick verlieren. Die knappen Kindergartenkapazitäten, mögliche Zuzüge im laufenden Jahr, die angespannte Personalsituation, die Fachberatung und die notwendige Weiterentwicklung der Sprachförderung werden uns auch in Zukunft beschäftigen. Unser Ziel sollte deshalb sein, nicht nur auf Entwicklungen zu reagieren, sondern möglichst frühzeitig zu erkennen, wo Handlungsbedarf entsteht.
Denn Investitionen in Kinderbetreuung, Schulen, Sprachförderung, Schulsozialarbeit und gute Lernbedingungen sind keine freiwilligen Nebensachen. Sie sind Investitionen in die Zukunft unserer Stadt.
Deshalb gilt es, die vorhandenen Angebote zu sichern, sinnvoll weiterzuentwickeln und dort, wo es notwendig ist, rechtzeitig neue Lösungen auf den Weg zu bringen. Vielen Dank an alle pädagogischen Fachkräfte, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, die Verwaltung, die Träger sowie alle weiteren Beteiligten, die jeden Tag dafür sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen gute Bedingungen zum Aufwachsen und Lernen vorfinden. Und natürlich auch danke an die , welche ich unbeabsichtigt vergessen habe.
Die CDU Fraktion stimmt den Schulbericht 2026 wohlwollend zur Kenntniss und stimmt den Beschlussvorschlägen inkl der Ergänzung zur Lüftung zu.