CDU Stadtverband Walldorf

Invasive Arten

Stellungnahme der CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion bedankt sich vorab für die sehr übersichtliche strukturierte und inhaltlich höchst informative Vorlage aus dem Fachbereich Ordnung und Umwelt. Die etwas sperrige Überschrift zur Erfassung und zum Umgang mit für den Siedlungsbereich relevanten invasiven Arten beschreibt präzise, womit wir es zu tun haben: Einer fortschreitenden Veränderung unseres Lebensumfeldes in Fauna und Flora. 

Stellungnahme zu invasiven Arten | Bild: www.lubw.baden-wuerttemberg.de, Portrait: BusseStellungnahme zu invasiven Arten | Bild: www.lubw.baden-wuerttemberg.de, Portrait: Busse

Nachdem unsere Region auf Grundlage klimatischer Prozesse wie erwähnt viele - leider nahezu optimale - Bedingungen für die Verbreitung entsprechender Arten bietet, ist es essenziell, diesbezüglich auf kommunaler Ebene Vorkommen zu erfassen, öffentlich zu kommunizieren und aufzuklären, sowie entsprechende Maßnahmen zu diskutieren.

Der Fokus auf die wesentlichen Akteure Asiatische Hornisse, asiatische Tigermücke, große Drüsenameise und Götterbaum ist richtig gewählt, zumal deren Auftreten die vergleichsweise problematischsten Folgen mit sich bringen kann. Während wir auch nach fachlich kompetenter Beratung durch den Forst die Ansiedelung von Neophyten wie der Kermesbeere mittlerweile als heimisch bzw. etabliert anerkennen müssen, kann konstatiert werden, dass auch im Bereich der Tierwelt die genannten Arten nicht vor unserer Gemarkungsgrenze Halt machen werden, so sie in der Region entlang des Rheins bereits negativ aufgefallen sind.

Wichtig hierbei ist, die Bevölkerung auf die Meldung der Vorkommen hin zu sensibilisieren und wesentliche Informationen im Umgang einzuschärfen, sowie weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Natürlich streben wir dabei nicht an, Entfernung von Nestern oder gar Pflanzen in die Hände städtischer Mitarbeiter zu legen, jedoch müssen wir diese Maßnahme in der Tat im Verhältnis zu den zugehörigen Problemen sehen. Während die dauerhafte Verfügbarkeit von Fördermitteln wohl unrealistisch ist, agieren Kommunen wie Kehl auch aufgrund massiven Befalls mit eigenem Personal. Zunächst gilt es unserer Auffassung nach, städtische Liegenschaften entsprechend zu betreuen und bei einem entsprechend gut dokumentierten Aufkommen, auch private Liegenschaften in die Gesamtbeurteilung der zu wählenden Maßnahmen miteinzubeziehen.

Ganz besonders bedanken wir uns für das Monitoring des Aufkommens an Götterbäumen im Stadtgebiet. Die Befassung damit deckt sich mit der Tragweite seiner enormen Verbreitung in Würdigung seiner schädlichen Eigenschaften. In seiner Eindämmung sollten anders als derzeit alle Kommunen tätig werden. Hierbei wird ein spürbarer Erfolg nur mit einer Bekämpfung auch durch Privatpersonen in ihren eigenen Gärten möglich sein. Dahingehend gilt es, verstärkt zu informieren.

Der Verwaltung danken wir für die professionelle Herangehensweise an das Thema der invasiven Arten und nehmen den Bericht zur Kenntnis.