Arbeitskreis Stadtentwicklung, Sicherheit und Verkehr

Stadtentwicklung
Stadtentwicklung sollte durch Mobilität, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit geprägt sein.

Ziel der Stadtentwicklung ist es, ressourcenschonende Konzepte für den Ausbau und Aufwertung unserer Stadt zu schaffen – schließlich ist das der Ort, an dem sich viele Menschen aufhalten und an dem sie leben. Dazu gehört auch die Schaffung von Wohnraum und Kulturangeboten für unsere Bewohner. Walldorf benötigt dringend neuen und bezahlbaren Wohnraum. Es sollte jedoch eine behutsame innerörtliche Verdichtung vorgenommen werden, die den Charakter unserer Stadt nicht wesentlich verändert.

Zu einem wesentlichen Instrument einer Stadtentwicklung gehört es, für einen umweltfreundlichen Ausbau zu sorgen. Dazu gehört die Schaffung neuer Verkehrskonzepte, bei denen nicht das Auto, sondern der Mensch im Fokus steht. Kurze Wege ermöglichen es, einfach mit dem Fahrrad oder zu Fuß ans Ziel zu kommen.

Im Zuge einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist die Realisierung des 2. und des 3. Bauabschnitts von Walldorf – Süd- dringend und schnellstens geboten. Nur so könne eine Verbesserung auf dem Immobilienmarkt herbeigeführt und der Bedarf an Grundstücken für Familien bereitgestellt werden.

Richtig ist aber auch, dass der Bedarf von Grundstücken und Wohnraum nur zu einem Bruchteil in Walldorf bereitgestellt werden kann. 

Die noch wenigen in der Kernstadt in Stadtbesitz befindlichen Grundstücke sollten zum Bau von Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraum genutzt werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein, der einer baldigen Lösung bedarf, ist die Entscheidung über die Standortfrage für ein neues Feuerwehrhaus.

Wir sollten Strategien und Projekte einer nachhaltigen Entwicklung auf den Weg bringen, die ihre Innenentwicklung stärkt, Klimaschutz- und integrierte Stadtentwicklungskonzepte realisiert, erneuerbare Energien einsetzt und ein Nachhaltigkeitsmanagement aufbaut.                                                           

Vor einer Realisierung der ausgeführten Punkte erscheint uns von besonderer Wichtigkeit, dass die Bürger und die späteren Bewohner sowie Gewerbetreibende und der Einzelhandel, rechtzeitig in all den Entwicklungsstufen mit einbezogen werden.

Verkehr

Täglich können längere Rückstaus auf der völlig überlasteten L 723, zwischen Walldorf und Rauenberg beobachtet werden und sind längst hinlänglich bekannt.

Bereits vor zwei Jahren hatten sich diesbezüglich die Städte Walldorf und Wiesloch, unterstützt von SAP, HDM und MLP mit einem Schreiben an Ministerpräsident Kretschmann gewandt.

Wenn täglich weit mehr als 20.000 Berufspendler ihre Arbeitsplätze im Industriegebiet aufsuchen und wieder verlassen, müssen Konzepte gefunden werden, die die angespannte Verkehrssituation verbessern und entlasten.

Bei einem weiteren Ausbau der A 5 (Walldorfer Kreuz - Heidelberg), sollte in Höhe des Bründelwegs, eine weitere Ein-bzw. Ausfahrt, die direkt ins Industriegebiet führt, installiert werden.  Dies würde zu einer weiteren Verkehrsentlastung auf der L 723 führen.

Ferner muss ein ganzes Bündel von weiteren Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden.  Dazu gehört der dringende Ausbau der L 723, ein gut getakteter Verkehr auf Schiene und Straße im ÖPNV und der Ausbau des Radwegenetzes.

Unter Einbeziehung der Städte Wiesloch und Walldorf, der aufgeführten Betriebe, dem LRA RNK, RP Karlsruhe und Verkehrsministerium Stuttgart u.a. wurde vor wenigen Wochen ein sogenannter „Mobilitätspakt“ geschlossen.

Bleibt zu hoffen, dass hier nicht nur ein riesiger Papiertiger ins Leben gerufen wurde, sondern alle Beteiligten schnellstens die Maßnahmen auf den Weg bringen, um letztendlich einen drohenden Verkehrskollaps zu verhindern.

Wir fordern Tempo 30-Zonen auf allen Straßen in Walldorf. Tempo 30 verbessert überwiegend die Umweltqualität, Sicherheit und den Verkehrsfluss. Anwohnerinnen und Anwohner nehmen deutlich die Entlastung war. Saubere Luft, Ruhe und mehr Platz und Grün in unserer Stadt- das geht nur mit weniger Autos.                                                        

Hierbei wird der ÖPNV mit anderen Maßnahmen z.B. Carsharing vernetzt. Tempo 30 erhöht die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Insbesondere Fußgänger und Radfahrer profitieren von Tempo 30. Straßen lassen sich leichter überqueren und die Kommunikation zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmern wird erleichtert. Die Chance rechtzeitig anzuhalten wird wesentlich erhöht. 

Sicherheit

Für unsere Bürgerinnen und Bürger sind das Sicherheitsgefühl, wie auch die Sicherheitslage, Fragen der Lebensqualität.

Den Bürger verunsichert nicht nur das spektakuläre Verbrechen.  Das tägliche Erlebnis von Verwahrlosung, Vandalismus und Zerstörung führt zu wachsender Kriminalitätsfurcht.

Wenn auch nicht in der beschriebenen Qualität, so wurden in der Vergangenheit, auch an Örtlichkeiten in Walldorf z.B. Drehscheibe und in der  sozialen Mitte, ähnliche Tatbestände erfüllt.  An die Vorfälle in der Halloweennacht im Oktober 2017 sei erinnert.

Es gilt die sogenannte Kriminalitätsfurcht schon im Ansatz mit allen Mitteln zu bekämpfen.  Führt es doch dazu, dass dies teilweise gravierende Auswirkungen auf die Freiheit der Menschen hat. Auswirkungen wären, dass Menschen zu bestimmten Zeiten, bestimmte Örtlichkeiten einfach nicht mehr aufsuchen und sich nicht mehr alleine auf die Straße trauen.

Das Vertrauen in den Staat – der vermeintlich nicht ausreichend schützt- nimmt ab, die Staats- und Politikverdrossenheit steigt.  Die Menschen wollen in einer sicheren Stadt, in einem gewaltfreien Umfeld einkaufen und leben. In welchem Maße vor Ort Sicherheit gewährleistet werden kann, ist zudem ein bedeutender Faktor der Standortqualität für Einzelhandel und Wirtschaft.

Um Sicherheit voranzubringen wünschen wir uns ein gesamtgesellschaftliches „Bündnis für Sicherheit“, an dem neben Behörden auch Verbände, Vereine, die Wirtschaft und auch einzelne Bürgerinnen und Bürger mitwirken.

Dabei soll keineswegs vergessen werden, dass die Gewährleistung von Sicherheit als vorrangige öffentliche Aufgabe in erster Linie in den Händen der Behörden der drei staatlichen Ebenen liegt.                                                       

Die Sicherheit der Bürger vor Gewalt und Kriminalität zu gewährleisten, ist Aufgabe der Polizei. Aber auch die Kommunen sind gefordert.

Die Arbeit der Ordnungsbehörden stellt einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit und Ordnung dar. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Kommune (z.B. gemeinsame Präventionsstreifen an Brennpunkten) hat sich bewährt und sollte fortgeführt werden.  Ferner kommt auch der mobilen Jugendendarbeit / Streetwork eine besondere Bedeutung zu.

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