Angelegenheiten der Stadtwerke Walldorf

Stellungnahme

Jahr um Jahr konstatieren wir unseren Stadtwerken eine solide Geschäftsentwicklung und das obwohl unter Einbeziehung der Bäderbetriebe teils deutliche Verluste zu Buche stehen.

Dies trifft jedoch nicht auf den heutigen Fall zu. Nunmehr stellen wir einen deutlichen Ergebnisüberschuss fest. Natürlich ist er Sonder-und Einmaleffekten geschuldet und eine realistische Betrachtung der Zahlen erfordert eine entsprechende Bereinigung. Dennoch steht fest, dass die betriebswirtschaftliche Verfassung unserer städtischen Tochter ausgesprochen gut ist. Nicht zuletzt liegt dies an einer konsequenten Strategie der Risikodiversifizierung und Verbreiterung der Geschäftsgrundlage. Der für Walldorf unerlässlich wichtige zuverlässige Versorgungsbetrieb kann auch deshalb am Markt bestehen, weil Geschäftsführung und Belegschaft der Stadtwerke wichtige Weichenstellungen angehen und Anpassungen konsequent umsetzen. Als kommunale Vertreter im Gemeinderat und im Aufsichtsrat befürworten wir sowohl den Ausbau der Beteiligungs- und Dienstleistungssparte wie auch die traditionell enge Kundenbeziehung. Ebenso die Stadtwerke-Programme im Bereich Photovoltaik- oder Ladesäulenförderung. Für uns ist und bleibt wichtig, dass die Verantwortlichen bei den Stadtwerken sowohl die durchaus anspruchsvolle Materie des Kerngeschäftes mit Netzbetrieb, Einkauf und Vertrieb kompetent bearbeiten, wie auch zukunftsweisende Technologien und alternative Energiequellen in einem vernünftigen Maße einbeziehen und weiterhin Marktnischen erkennen und nutzen. Gerade bei Investitionen wie der Beteiligung an der DHV oder dem Stadtwerke-Rechenzentrum zahlt sich der Vertrauensvorschuss und die enge kommunalpolitische Teilhabe aus. Seit jeher ist der finanzielle Rückhalt unserer Stadt für die Stadtwerke ein elementarer Bezugspunkt und ein Netz für viele Risiken und gerade deshalb ist die Umtriebigkeit und Motivation bei den Stadtwerken keinesfalls selbstverständlich. Das wissen wir zu schätzen.
In enger Abstimmungen werden von Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Stadtverwaltung wichtige Beschlüsse und Entscheidungen vorberaten und umgesetzt. Dies etwa gilt auch im Hinblick auf die heute zu beschließende Eigenkapitalerhöhung. Nach ausführlicher Diskussion und nach Hinweisen eines uns beratenden Wirtschaftsprüfers sind wir von der Vorteilhaftigkeit dieser Maßnahme überzeugt. Das gleiche gilt unter der Maßgabe der Handlungsfähigkeit und Flexibilität auch für die Aufhebung des Gesellschafterbeschlusses zur Anwendung der VOB/VOL. Im Sinne unserer Stadtwerke denken wir betriebswirtschaftlich und befürworten im Grundsatz alle Schritte, die eine effizientere Unternehmensführung begünstigen. Alles in allem nehmen wir die guten Nachrichten aus den Stadtwerken zur Kenntnis, danken Geschäftsführung und Belegschaft für ihr Engagement und stimmen allen Beschlussvorschlägen der Tagesordnungspunkte 6 und 7 zu.

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