Antrag der Realschule – Bedarf eines/r Berufslotsen/in

Stellungnahme der CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion begrüßt die Einrichtung eines kooperativen Übergangsmanagements für alle Kinder der Realschule, nicht nur für die Kinder, die auf G-Niveau unterrichtet werden, und wir danken dem Schulleiter und seinem Team an der Realschule sehr herzlich für das große Engagement. 

In den letzten Jahren wurden an unserem Bildungssystem - aufgrund wechselnder Landesregierungen und wechselnder Kultusminister - zum Teil unsägliche Veränderungen vorgenommen, was zur Folge hatte, dass wir nun einen äußerst vielgliedrigen, bunten Fleckenteppich an Sekundarschulen haben. Die Profile der Schulen verschwimmen, jede Schule soll möglichst alles anbieten, was das Einhalten von Qualitätsstandards an den Schulen nicht gerade erleichtert. Engagierte Schulleiter - so wie hier Herr Albrecht- versuchen darauf zu reagieren und aus der Not eine Tugend zu machen.

Wie ging Walldorf mit diesen geänderten Anforderungen um? Zum Teil wurde man innerhalb des Landes Vorreiter, ich nenne hier das Beispiel Ganztagesschulen; zum Teil aber blieb man bei dem, was sich für die Schüler bewährt hatte, ein Walldorfer Beispiel ist die Erhaltung unserer Hauptschule, der Waldschule. Hierfür setzte sich die CDU-Fraktion stets nachhaltig ein.An der Realschule wird – aufgrund der aktuellen Vorschriften - zwei Jahre lang in Klasse 5 und 6 auf mittlerem Niveau unterrichtet und benotet. Ab Klasse 7 bietet die Realschule ein G- und ein M-Niveau (Grundniveau entspricht den Anforderungen der Hauptschule, M-Niveau entspricht den Anforderungen der Realschule) an, sowohl bezüglich des Unterrichtsstoffes als auch der Benotung.

Die Einrichtung der Stelle eines Berufslotsen ausschließlich für die G-Schüler an der Realschule hätte eine Parallelstruktur zur Waldschule zur Folge. Dies halten wir nicht für unbedenklich. Zum anderen sehen wir den Bedarf eines Berufslotsen für alle Theodor-Heuss-Schüler, die den Übergang in den Beruf finden möchten und von zu Hause wenig Unterstützung erfahren; die Beratung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz, Hilfestellung bezüglich der beruflichen Orientierung in einem fast unübersichtlichen Feld an Möglichkeiten, Begleitung im Bewerbungsprozess, all dies lässt sich nicht an den Bildungsniveaus festmachen, sondern an der jeweiligen individuellen Situation des/ der Jugendlichen.
Die CDU-Fraktion begrüßt die Einrichtung eines kooperativen Übergangsmanagements für alle Kinder der Realschule, nicht nur für die Kinder, die auf G-Niveau unterrichtet werden, und wir danken dem Schulleiter und seinem Team an der Realschule sehr herzlich für das große Engagement.

Wir bitten um Klärung, ob die derzeitige Stelle der Waldschule auf die Realschule ausgeweitet und im Stundenumfang aufgestockt werden kann, damit hier eine möglichst enge Begleitung aller Schüler gewährleistet werden kann; aus unserer Sicht hat eine Kooperation ausschließlich Vorteile – sowohl für die Schüler, die Schulen als auch den Berufslotsen. Außerdem bitten wir um Klärung bezüglich der Finanzierung:  In unserer Waldschule wird die Stelle ko-finanziert. Bei der Stelle an der Realschule ist dies nicht vorgesehen; wir bitten um die Klärung der Randkriterien für die Kofinanzierung auch an der Theodor-Heuss-Schule.

 

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