Blühwiesen

Stellungnahme der CDU Fraktion

Der Artenschwund in der Kulturlandschaft ist dramatisch und das Insektensterben ist in aller Munde –nicht zuletzt aufgrund des Volksbegehrens „Artenvielfalt –Rettet die Bienen!“.  Dieses hat viele Menschen aufgerüttelt, die sich jetzt für die Insektenwelt und für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen wollen.

Artenreiche Blühwiesen sind überlebenswichtige Biotope und mittlerweile leider häufig „Rettungsinseln“ für eine Vielzahl von Insekten.

Dort finden diese Nektar in Hülle und Fülle und bei rücksichtsvoller Pflege auch Brutrefugien.

Von den Insekten wiederum profitieren u.a. Vögel und  Kleinsäuger.

Auf einer gut gestalteten Blühwiese findet sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von verschiedenen Insekten ein und bereichert so unsere Umwelt.

Je vielfältiger zudem der Mix aus hohen und niedrigen, breiten und schmalen Stängeln, Blätter und Blüten ist, desto besser werden alle Ressourcen genutzt.

Bereits im letzten Jahr konnten wir auf Initiative unseres Landwirts –Achim Frey – ein Pilotprojekt auf insgesamt 22 Hektar starten.

Wie das im Jahre 2019 durchgeführte Monitoring aufzeigt, stellen Blühwiesen wichtige Habitate für oben aufgeführte Insekten und Kleintiere dar.

Obwohl in Bezug auf Blühwiesen in Baden-Württemberg noch keine Praxiserfahrungen vorlagen, befand der Gemeinderat einstimmig und umgehend auf Walldorfer Flächen mit einem Pilotprojekt zu beginnen.

Erfreulicher Weise bekundeten drei weitere Landwirte von Walldorf ihr Interesse auf eine Projektteilnahme. Durch die Beteiligung mehrerer Landwirte ist es möglich das Blühwiesenprojekt als Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme (PIK) fortzusetzen.

Damit sich ein entsprechender Erfolg einstellen kann, müssen die begonnen Maßnahmen dauerhaft und auf mehrere Jahre auf wechselnden Ackerflächen gewährleistet sein. Ein weiterer Vorteil für unsere Stadt wird sein, dass die Maßnahmen auf das Ökokonto der Stadt einfließen werden und Fördermittel des Landes in Anspruch genommen werden können.

Zu Anschauungszwecken aber auch als Vorzeigeprojekt  würden wir  es begrüßen, wenn wieder ein Blühstreifen an der Wieslocher Straße entstehen könnte.

Natürlich können auch Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten.   Stellen Sie unseren Insekten in  ihrem Garten eine Kleine oder größere Blühfläche zur Verfügung und erfreuen sich der dann sich einstellenden Artenvielfalt.   Leider leisten zugepflasterte Steinvorgärten hierzu keinen Beitrag.

Damit wir im Jahre 2020 nunmehr auf knapp 27 Hektar Blühwiesen und einem zur Verfügung stellenden Geldbetrag in Höhe von 63.000.- Euro beginnen können, stimmen wir dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

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