Waldbegehung mit dem Revierförster

Einen einzigartigen Wald schützen – nachhaltige Lösungen suchen!

Die CDU Walldorf hat sich deshalb mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern unter Leitung unseres Revierförsters Gunter Glasbrenner bei einem Waldspaziergang einen Eindruck von unserem Walldorfer Wald, seinen Bedrohungen, Schäden aber auch Chancen verschafft.

„Der Klimawandel trifft die Wälder im Land mit nicht geahnter Wucht“, so befand es im August Ministerpräsident Kretschmann.  „Dürre, Hitze und Schädlinge setzen unseren Waldbäumen mit einer Geschwindigkeit zu, die das Naturgefüge ins Wanken bringt.“ Nach dem aktuellen Waldzustandsbericht 2019 gelten 43 Prozent der Waldfläche im Land als deutlich geschädigt. 

Von der CDU-Fraktion nahm Stadträtin Jutta Stempfle-Stelzer teil. Der Vorsitzende der CDU Walldorf, Dr. Clemens Kriesel, begrüßte an einem Samstag im November am frühen Nachmittag die Teilnehmer am Schützenhaus, groß und klein mit Fahrrädern ausgerüstet, um noch vor der Dunkelheit und dann fast winterlicher Kälte wieder in Walldorf anzukommen.

An der ersten Station gab Revierförster Glasbrenner einen allgemeinen Überblick über die Situation des Waldes. So ist der Schadholzanfall, wie er auch in Walldorf an den Wegen sichtbar ist, in Mitteleuropa ohne Beispiel, weniger von der Menge, als vielmehr von den Umständen. Ein Ende ist nicht absehbar und alle Baumarten sind betroffen. In einigen Wuchsregionen können sogar mehrere Baumarten vollständig verschwinden. Die Aufarbeitungskapazität gerät an ihre Grenzen und es besteht Unsicherheit, mit welchen Baumarten noch für die Zukunft geplant werden kann. Gunter Glasbrenner berichtete von Einschätzungen einiger Kollegen, dass der Wald in seiner bestehenden Form dem Untergang geweiht sei. Schädlinge wie in diesem Jahr habe es noch nie gegeben. Der Klimawandel bringe extreme Wetterbedingungen, diese verschärften die Situation. Förster stünden dieser Situation teilweise wirkungs- und machtlos gegenüber. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg untersuche, wie Wälder umgebaut werden könnten. Auch Walldorf habe Maßnahmen ergriffen, die landesweiten Untersuchungen zu unterstützen und auch um eigene Wege zu gehen. "Wir wissen nicht, was letztendlich wirksam ist. Das Falscheste aber wäre es, nichts zu tun." Wer anfangs noch Zweifel hätte haben können, ob das Ausmaß des Schadens und der Umfang der Existenszbedrohung unseres Waldes tatsächlich so groß sei, stimmte am Ende der höchst informativen Tour dieser Aussage vorbehaltslos zu.

Nach dieser allgemeinen Einführung erläuterte unser Revierleiter anhand der Waldkarte am Schützenhaus die geplanten Wege, die die Teilnehmer abfahren und die sechs Stationen, die zu besichtigen alle Gelegenheit haben sollten. Bei anfangs strahlendem Sonnenschein ging es auf den Rädern zu den nächsten Stationen.

 

(Lichtbilder der Tour und weitere Berichte auch auf der Homepage unter „CDU-Walldorf“ de).

 

 

 

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