Bauliche Entwicklung

Position der CDU-Fraktion

  Der Auszug aus der Haushaltsrede zum Thema: Bauliche Entwicklung

 Bei der baulichen Entwicklung unserer Stadt sind wir an Grenzen gelangt, auf die wir sowohl kurz-, mittel-, als auch langfristig reagieren müssen. Walldorf -Süd markiert mit dem noch ausstehenden dritten Bauabschnitt  das Ende der räumlichen Ausdehnung der Wohnstadt. Unabhängig vom hohen Preisniveau auch der städtischen Grundstücke erleben wir hier eine rege Nachfrage. Noch immer boomt der Immobilienmarkt und das schlägt sich auch bei Grundstücks- und Baupreisen nieder. Die Teuerungen haben mittlerweile den Vorteil einer günstigen Finanzierung kompensiert. Da wir schon rein rechtlich daran gebunden sind, die städtischen Grundstücke nicht unter Wert zu verkaufen, müssen wir auch selbst stattliche Preise aufrufen. Der kommunale Beitrag zum sich überhitzenden Immobilienmarkt ist mehr denn je ein Tropfen auf den heißen Stein. Nach allen gemeinderätlichen, juristischen und archäologischen Erkenntnissen freuen wir uns auf den Spatenstich des 2. Bauabschnitts und, so unser Appell an die Stadtverwaltung auf den bald folgenden des 3. Bauabschnitts.


Die innerörtliche Verdichtung mit Wohnbebauung treiben wir dort besonders voran, wo Überlegungen zu Mikroklima bzw. Klimaschutz in der Stadt dies zulassen. Diese Projekte sind ein Gebot der Stunde. Das fertiggestellte Projekt in der Ebertstraße ist dafür ebenso ein gutes Beispiel wie das erst kürzlich vorgestellte Vorhaben in der Heidelberger- Ecke Ziegelstraße. Erfolgreich haben wir in den letzten Jahren den sozialen Wohnungsbau in Walldorf wiederbelebt. Der Bedarf daran ist auch die andere Seite der Medaille der hohen Immobiliennachfrage in unserer Stadt. Auch in der nächsten Wahlperiode möchten wir städtische Wohnungsbauprojekte ebenso wie Sanierungen zusammen mit unserem Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft vorantreiben. Da unser Portfolio bereits weit über 300 Wohneinheiten umfasst, knüpfen wir als CDU-Fraktion die Weiterentwicklung des Bestandes auch mit einer gesteigerten Bedarfsorientierung. Privatisierung mancher städtischer Wohnungen sollten wir auch schon deshalb prüfen, weil wir gerade auch durch die Förderung und Schaffung von Wohneigentum, Armutsrisiken für das Alter der jetzigen Mieter reduzieren und zudem Kapazitäten für den modernen städtischen Mietwohnungsbau generieren können. Wir sind traditionell ein Volk von Mietern und die permanente Vergrößerung unseres städtischen Wohnungsbestandes löst nicht alle Probleme.

Dringend und ein Politikum ist zunehmend der Neubau unseres Feuerwehrhauses. Wir sind in Erwartung des Lärmgutachtens diesbezüglich und wollen unsere eingegrenzte Standortauswahl zügig und abschließend treffen. Das ist unsere Priorität und dennoch sind wir hier ergebnisoffen. Ist die Entscheidungsgrundlage solide, muss es ganz schnell gehen.

Mit der Sozialen Mitte, der Drehscheibe und auch dem entstehenden Kinderhaus im Gewann Hof haben wir das städtebauliche Antlitz in den letzten Jahren wesentlich geprägt.

Die weiteren Punkte unserer Ausführungen werden zeigen, wie wichtig gerade die letztgenannten Projekte für Walldorf sind und bleiben, stehen sie aller hohen Kosten des Wohnens und Lebens hier zum Trotz für die unbedingten Stärken unserer Stadt, nämlich unsere soziale Leistungen zu bürgerfreundlichen Konditionen; oder wie wir es nennen, unsere Bürgerdividende, mit der wir jetzt und in Zukunft hohe Steuereinnahmen auf die Bevölkerung zumindest zum Teil umlegen oder sie ihr zurückgeben wollen.

 

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