Blühwiesen

Neues aus der Fraktion

 Blühwiesen sind mit Ihren verschiedenen Mischungen darauf getaktet, dass für Insekten bis in den Herbst hinein ein Nahrungsangebot gewährleistet ist. ... Ca. 22 ha im „Großen Feld“ westlich der A5 sind dafür vorgesehen.

 Die CDU Fraktion hat bereits in der Haushaltsrede Ihre Zustimmung zum Blühwiesen-Konzept signalisiert und wir sind begeistert von dieser Idee.

Wir danken dem entsprechenden Landwirt, dass er mit dieser Idee an die Stadtverwaltung Walldorf herangetreten ist und bereits konkret Ackerflächen angeboten hat, die er aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausnehmen will.

Ca. 22 ha im „Großen Feld“ westlich der A5 sind dafür vorgesehen und es ist verständlich, dass er für den finanziellen Verlust eine Entschädigung braucht. Für eine einjährige Pilotphase sind dies max. 45.000 €, die über einen Dienst-leistungsvertrag abzusichern sind.

Was bekommen wir dafür – wir denken eine Menge! Wir alle wissen, dass Insekten – speziell das Bienensterben ist ja in aller Munde – durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Ackerflächen einen schweren Stand haben und das Nahrungsangebot stark zurückgegangen ist. In der biologischen Kette hängt aber auch der Bestand an Singvögeln und Kleinsäugern, wie z.B. alle Fleder-mausarten, unmittelbar davon ab. Wir alle merken ja, dass es so ist. Blühwiesen sind mit Ihren verschiedenen Mischungen darauf getaktet, dass für Insekten bis in den Herbst hinein ein Nahrungsangebot gewährleistet ist. Daneben profitieren auch Fasane, Hasen, Feldlerchen und Rebhühner von diesen Flächen. Allerdings und darauf sollten wir die Bevölkerung hinweisen, sind diese Blühwiesen nicht mit dem Blühstreifen zwischen Walldorf & Wiesloch vergleichbar, sondern sie verlieren in der 2. Jahreshälfte an Attraktivität – zumindest in unseren Augen.

Ende 2019 nach Ende der Pilotphase können wir, da sind wir optimistisch, das Projekt Blühwiesen fortsetzen und hoffen, dass wir die 22 ha über einen länge-ren Zeitraum begleiten dürfen. Wir als Kommune haben die einmalige Chance großflächig und langfristig landwirtschaftliche Flächen auf unserer Gemarkung umzuwandeln. Dies ist vermutlich vielversprechender als kleinteilige Paten-schaftsmodelle, wie sie gerade in Frauenweiler angeboten werden. Wir finden aber auch dieses Modell sehr interessant, da eine unmittelbare Bürgerbeteiligung nicht zu unterschätzen ist. Vielleicht kann so etwas in der Phase 2 auf Walldorf übertragen werden und auf Teilflächen realisiert werden – bis dahin ist aber noch etwas Zeit und wir sammeln zuerst einmal Erfahrungen und geben  jetzt den Startschuss für unser Projekt, damit es möglichst bald losgeht.

Wir denken, dass dies ein wichtiger Baustein sein wird, um die Artenvielfalt zu erhalten und nachhaltig zu verbessern und stimmen dem Konzept und der Bereitstellung der Mittel zu.

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